Hartz-IV-Empfängern steht unter Umständen mehr Geld zu

#1 von IGSG , 22.02.2014 09:19

Hartz-IV-Empfängern steht unter Umständen mehr Geld zu

Quelle des Berichts: http://www.focus.de/finanzen/news/arbeit...id_3630805.html

Hartz-IV-Empfängern steht mehr Geld zu, wenn sie wegen einer Krankheit spezielles Essen brauchen. Eine Frau jedoch klagte auf Mehrbedarf für einen Zeitraum, wo sie noch gar nichts von ihrer Stoffelwechselstörung wusste.
Hartz-IV-Empfänger können nicht rückwirkend gesundheitsbedingt höhere Ernährungskosten geltend machen. Die Krankheit muss immer vorher bekannt sein und eine teurere Ernährung notwendig machen, wie am Donnerstag das Bundessozialgericht (BSG) in Kassel entschied. (Az: B 14 AS 65/12 R)

Zusätzlich zur normalen Regelleistung können Langzeitarbeitslose unter Umständen einen sogenannten Mehrbedarf beanspruchen. Einen "ernährungsbedingten Mehrbedarf" gibt es, wenn Krankheiten eine teurere Ernährung erfordern
72 Euro mehr im Monat.

Bei der Klägerin aus Mainz hatten die Ärzte eine Stoffwechselstörung mit Glutenunverträglichkeit sowie Blutarmut durch Eiweißmangel festgestellt. Sie meinte, diese Störungen hätten schon länger vorgelegen. Daher beantragte sie auch rückwirkend einen Mehrbedarf von 72 Euro monatlich.

Wie schon das Jobcenter lehnte dies nun auch das BSG ab. Die Eisenmangelanämie rechtfertige ohnehin keinen Mehrbedarf, weil ihr mit einer normalen Vollwertkost begegnet werden könne. Aber auch wegen der Glutenunverträglichkeit scheide ein Mehrbedarf aus, weil diese der Antragstellerin zunächst gar nicht bekannt gewesen sei.


 
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zuletzt bearbeitet 22.02.2014 | Top

   

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